Teaserbild
Trennline

Ferdinand I., 1522-1558-1564. Taler 1529, Joachimstal. Dav. 8043; Dietiker 108; Halacka 93; Voglh. 49 IV.

HABSBURGISCHE ERBLANDE-ÖSTERREICH
RÖMISCH-DEUTSCHES REICH

Zurück zur Listenansicht
In Merkliste legen

Losnummer 1529




Schätzpreis: 2.000,00 €
Zuschlag: 2.200,00 €


Ferdinand I. 1522-1558-1564.
Taler 1529, Joachimstal. Münzmeister Ulrich Gebhardt.
Dav. 8043; Dietiker 108; Halacka 93; Voglh. 49 IV.

R Kl. Randfehler, sehr schön

Ferdinand I. *10.03.1503 Alcalá de Henares (Spanien), Ó25.07.1564 Wien, Sohn von Phillip dem Schönen und Johanna der Wahnsinnigen, wurde in Spanien erzogen. Sein Bruder, Kaiser Karl V. trat ihm 1521 die fünf Herzogtümer Österreich ober und unter der Enns, Steiermark, Kärnten und Krain ab. 1522 erhielt er außerdem Tirol, Vorderösterreich und das unter habsburgischer Verwaltung stehende Württemberg. Nach der Schlacht bei Mohacs wurde Ferdinand am 22. Oktober 1526 zum böhmischen König und im Dezember 1526 zum ungarischen König gewählt. Die vereinigten Länder Österreich, Ungarn und Böhmen wurden unter Ferdinand die Vormauer Europas im Kampf gegen die Türken. Am 5. Januar 1531 wurde Ferdinand zum römischen König gewählt. Er verfolgte als überzeugter Katholik das Ziel der konfessionellen Wiedervereinigung und förderte die Religionsgespräche von Worms, Hagenau und Regensburg. Der Versuch Karls V. seinem Sohn Philipp die Nachfolge im Kaisertum zu übertragen, entfremdete die beiden Brüder zeitweilig. Ferdinand setzte 1552 gegen den Willen des Kaisers eigenmächtig den Passauer Vertrag durch, der den Augsburger Religionsfrieden vorbereitete. Danach zog sich Karl V. völlig aus der Politik zurück und legte die Kaiserkrone nieder, mit der Ferdinand am 24. März 1558 gekrönt wurde. Ferdinand verbesserte die Verwaltung durch Einrichtung moderner Zentralbehörden wie Reichshofrat, Hofkriegsrat und Hofkammer. In seinem Testament richtete er seinen beiden jüngeren Söhnen Ferdinand in Tirol und Karl in Steiermark, Kärnten und Krain selbständige Nebenfürstentümer ein, sein ältester Sohn Maximilian folgte ihm 1564 als Kaiser nach.